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Gartentipps Monat Juli
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Für den Herbstbedarf sollte man sich schon im Sommer den benötigten Stallmist beschaffen.Die Wasserbehälter im Garten werden oft zu Brutstätten der an Sommerabenden sehr lästigen Mücken. Der beste Schutz dagegen ist ein dichtschließender Deckel, mit dem man den Behälter zudeckt.In der heißen Jahreszeit gehört das Lockern der Erdoberfläche zu den wichtigsten Kulturmaßnahmen. Das gilt nicht nur für die Gemüsebeete sondern für alle Teile unseres Gartens. Hacken muß man nach jedem Regen oder wenn gegossen wurde. Man wartet nur, bis der Boden oberflächlich etwas abgetrocknet ist und nicht mehr an der Hacke haftet. Durch das Hacken erhält man die Bodenfeuchtigkeit recht lange.Frei werdende Gemüsebeete werden nicht tief umgeraben, sondern nur mit der Grabegabel flach gelockert. Durch tiefes Graben zerstört man die Struktur des Bodens und tötet auch einen Teil der für das Pflanzenwachstum so wichtigen Bodenbakterien.Das letzte Julidrittel ist der äußerste Termin, bis zu dem Spätblumenkohl gepflanzt sein muß. Verwendet werden die Pflanzen, die man sich durch Aussaat im Juni selbt herangezogen hat. Das Saatbeet muß einen Tag bevor man die Pflanzen entnimmt gründlich gegossen werden, damit sie einen kleinen Erdballen behalten.Wer seine Pflanzen zum Spätanbau von Blumenkohl nicht selbst anzieht, muß beim Einkauf ganz besonders auf ihre Beschaffenheit achten. Pflanzen mit kleinen Verdickungen an den Wurzeln sind entweder von der Kohlhernie oder vom Kohlgallenrüßler befallen und darum abzulehnen. Auch die richtige Sorte ist wichtig.Im Laufe des Juli erntefertig werdender Blumenkohl muß etwa 2 Wochen vorher noch eine Nährstoffgabe erhalten.Bei den Gurken gehören Gießen und Düngen zu den wichtigsten Juliarbeiten. Beim Bodenlockern durch Hacken ist Vorsicht am Platze, weil Gurkenwurzeln sich dicht unter der Oberfläche hinziehen. Wo Bodenbedeckung gegeben wurde, ist das Hacken nicht nötig.Je früher man die Gurkenfrüchte erntet, um so schneller entwickeln sich die nachfolgenden. Läßt man sie zu lange an der Pflanze, dann kann es passieren, das sie einen Teil der Folgefrüchte im Jungstadium abstößt.Gurkenfrüchte darf man nicht von den Ranken reißen, sondern muß sie mit einem Messer abschneiden. Beim Abreißen ist das Beschädigen der Triebe kaum zu vermeiden. Es kann zum Absterben ganzer Ranken führen.Wachstumsstockungen führen bei den Gurken häufig zum Bitterwerden der Früchte. Sie können durch wechselhaftes Wetter entstehen, aber auch durch unsachgemäße Behandlung.Frühkartoffeln sollte man erst ernten, wenn die Knollen gut ausgereift sind. Am besten wartet man, bis das Kraut sich gelblich verfärbt. Die Kartoffelknollen sind dann viel schmackhafter und auch ergiebiger. Man glaubt gar nicht, wie groß die Gewichtszunahme innerhalb von zehn Tagen ist.Wo nur Platz für den Spätanbau von Kohlrabi erst im Juli frei wird, kommen Sorten mit kurzer Entwicklungszeit in Frage.Zum Augustanbau vom Kopfsalat kann man ab Anfang Juli wieder Frühsorten aussäen. Die Hauptentwicklung des Salates fällt dann in die nicht mehr zu heiße Zeit, so das es auch bei ausgesprochenen Frühsorten zu guten Kopfbildung kommt.Melonenfrüchte faulen sehr leicht, wenn sie ohne trockene Unterlage auf der Erde liegen. Als Unterlage eignet sich am besten eine Glasscheibe oder Teller. Die Unterlage gibt man ihnen, sobald die Früchte etwa so groß sind wie ein Hühnerei. Als wichtigste Maßnahmen sind wieder das Bestäuben der Blüten und Gießen.Möhrenaussaat ist auch Anfang Juli noch möglich, wenn man kurze Sorten verwendet.Wer seinen Porree erst im Laufe des Juli pflanzt, kommt mit Reihenabständen von 15 cm aus. Es genügt eine Tiefe von 10 cm, weil er weder so starke noch so lange Stangen entwickelt wie bei der Maipflanzung. Der Abstand auf der Reihe bleibt aber der gleiche.Der im Mai und Anfang Juni gepflanzte Porree verlangt im Juli viel Nährstoffe, Wasser und laufende Hackarbeit. Da der Porree mit den Wurzeln sehr tief steht, ist für gute Durchlüftung des Bodens zu sorgen. Darum nach jedem Regen oder Gießen hacken, sobald der Boden oberflächlich abgetrocknet ist.Das Düngen des Rhabarbers im Juli trägt wesentlich zu einer guten Ernte im nächsten Jahr bei. Die Julidüngung ist beim Rhabarber die letzte des Jahres und darf darum auf keinen Fall versäumt werden.Rosenkohl setzt gutentwickelte Röschen nur an, wenn er im Juli reichlich Wasser und Nährstoffe erhält.Wenn Rotkohl erst in der ersten Julihälfte gepflanzt wird, erzielt man nur mit kräftigen Pflanzen einer frühen Sorte gute Erträge.Das Gießen und Düngen der im Mai gepflanzten Spätkohlsorten darf man auch im Juli nicht vernachlässigen.Beim Flug des Kohlweißlings sind alle Kohlarten, auch der Kohlrabi, durch die Eiablage gefährdet. In manchen Jahren kommt es durch die Raupen des Kohlweißlings zu Kahlfraß. Dem ist leicht vorzubeugen, wenn man anstatt der Raupen die Eier vernichtet. Man findet sie als größere oder kleine Häufchen an der Unterseite der Kohlblätter. Durch ihre gelbe Färbung sind sie kaum zu übersehen. Sie lassen sich leicht zerdrücken.Schwarzwurzeln verlangen auch im Juli laufend Nährstoffzugaben und viel Humus. Regelmäßige Bodenlockerung trägt wesentlich zur guten Entwicklung der Wurzeln bei.Bei den Tomaten sind Düngen und Ausbrechen der Seitentriebe die wichtigsten Maßnahmen im Juli.Zum Pflanzen von Weißkohl und Wirsing eignen sich im Juli nur Frühsorten mit kurzer Entwicklungszeit.Damit der Zuckermais große saftige Kolben entwickeln kann, muß er auch im Juli zwei Nährstoffgaben erhalten und mehrmals gehackt werden. Hacken sollte man in wöchentlichen Abständen, sofern keine Bodenbedeckung gegeben wurde.Beim Gewürzpaprika sollte man bestrebt sein, beim Gießen, die Erde um den Stamm herum trocken zu halten. Andernfalls kann es zur Stammfäule kommen, die die Pflanzen zugrunde richtet.Schnittlauch verlangt nach jedem Rückschnitt nicht nur viel Wasser, sondern auch Nährstoffe. Wenn man Schnittlauch auch gerade nicht braucht, muß er vor der Knospenbildung abgeschnitten werden.Sobald die Erdbeerernte zu Ende geht, muß man an das Abranken und Saubermachen der Beete gehen. Die Ranken verlangen von den schon durch die Beeren geschwächten Pflanzen Aufbaustoffe. Darum muß man das Abranken so zeitig wie möglich vornehmen. Wer die Ranken von den Pflanzen abreißt, kann sehr großen Schaden anrichten. Grundsätzlich sollte man zum Abranken ein Messer nehmen. Hand in Hand mit dieser Maßnahme entfernt man das Unkraut und lockert den Boden.Das immer noch sehr oft zu beobachtende Abmähen der Erdbeerblätter ist grundsätzlich zu verwerfen. Nur mit Hilfe der Blätter können die Erdbeeren ( auch alle anderen Pflanzen ) Assimilate ( Aufbaustoffe ) erzeugen, die für den nächstjährigen Austrieb dringend notwendig sind.Erdbeeranlagen sollte man nur drei, im Höchstfall vier Jahre stehenlassen und dann sofort nach der Beerenernte abräumen. Auf älteren Pflanzungen geht der Ertrag auch bei bester Pflege so stark zurück, das die Betreuung nicht mehr lohnt. Bekanntlich erzielt man in der Regel im zweiten Jahr nach der Neupflanzung die höchsten Erträge.Die Jungpflanzen für geplante Neuanlagen sollte man nur von einjährigen Anlagen nehmen und schon im Juli für das Pflanzen vorbereiten. Die Erdbeeren müssen nach dem Abranken die Hauptdüngung des Jahres erhalten, was wesentlich zur Steigerung der nächstjährigen Ernte beiträgt.Die Erdbeermilbe kann in Trockenperioden große Schäden an den Erdbeerpflanzen anrichten.Wo sich die jungen Blätter der Erdbeeren nicht richtig entfalten und verunstaltet sind, ist die gefährliche Weichhautmilbe am Werke. Diese Insekten sind weißlich gefärbt und so klein, das man sie mit dem bloßen Auge nicht erkennen kann.Nährstoffgaben im Juli fördern bei Kern - und Steinobst die Entwicklung der Blütenknospen für das nächste Jahr, die sich schon jetzt bilden. Der Dünger wird im Bereich der Kronentraufe und darüber hinaus so ausgestreut, das auf den qm etwa 50 g bis 60 g zu liegen kommen. Er muß eingehackt und notfalls durch Gießen in den Wurzelbereich gebracht werden.Durch das rechtzeitige Stützen stark mit Früchten besetzter Obstbäume verhindert man folgenschwere Astbrüche. Die Stützen sind so anzubringen, das bei Wind an der Rinde der Äste keine Scheuerschäden entstehen können. Zwischen Stütze und Ast legt man am besten ein Stück alte Fahrraddecke oder ähnliches. Damit die Last der Äste die Stütze nicht in den Boden drückt, wird eine Querlatte angenagelt.Die im Juli reifenden Pfirsiche sollte man nicht zu früh ernten, weil sonst das Aroma und auch der Wohlgeschmack leiden. Man nimmt die Früchte erst vom Baum, wenn sie der Sorte entsprechend völlig ausgefärbt sind. Bis zur Genußreife dauert es dann nur einige Tage. Beim Ernten und Lagern muß man die Pfirsiche sehr schonend behandeln. Jede leichte Druckstelle schadet dem Ansehen der Früchte.Alle Pflaumen sollte man bis zur Genußreife am Baum lassen. Nur dann haben sie das sortenbedingte Aroma und den guten Geschmack. |